ICY BOX IB-DK2241AC – Im Test

ICY BOX IB-DK2241AC – Die DockKingStation

Als ich zum Tester für dieses Produkt ausgewählt wurde, habe ich mich riesig gefreut. Endlich mal ein technischer Produkttest  – und das für mich als IT-Spezialisten – Genial!

Also Paket geöffnet, Gerät ausgepackt, angesteckt und läuft.

Lediglich die Treiber-Installation für die Display-Ausgänge musste noch durchgeführt werden. Hierbei ist anzumerken, dass man sowohl die Treiber von der beiliegenden CD, als auch die automatisch erkannten Treiber (Windows 8.1 64-bit) benutzen kann.

Einziges aufgetretenes Problem war, dass meine Netzwerkkarte sich nach der Installation nicht mehr konfigurieren ließ – Dieser Fehler schien aber schon länger zu bestehen und ist wohl hierdurch nur zum Vorschein gekommen. Also keinen Punktabzug.

So einfach hatte ich es mir nicht vorgestellt. Anstecken und gut ist, klappt leider nicht immer so Reibungslos. Zudem hat das Gerät eine sehr schlichte, dennoch schicke Optik (siehe Bilder) – So nun aber zu den einzelnen Komponenten.

 

USB-Anschlüsse (2.0 & 3.0):
Die USB-Anschlüsse machen schlicht gesagt ihre Arbeit. Alle USB-Anschlüsse funktionieren wie erwartet. Super ist, dass die zwei schnellen USB 3.0 Anschlüsse auf der Vorderseite angebracht und somit einfach zugänglich sind. Die weiteren vier USB 2.0 Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite und haben auf der vertikalen Ebene genügen Abstand (ca. 1cm), um auch etwas breitere USB-Geräte anschließen zu können.

Als sehr positiv empfinde ich dass der untere der beiden USB 3.0 Anschlüsse zum Laden von Smartphones, etc. geeignet ist und deshalb einen höheren Strom zur Verfügung stellt.

 

HDMI/DVI (DisplayLink):
Vorab sei gesagt, dass man hier keine Wunder erwarten darf. Es wird der Bildschirm per USB übertragen – DisplayLink nennt sich das Verfahren. Wer noch nichts über die DisplayLink-Technologie weiß, der kann sich auf der Herstellerseite darüber informieren.

Auch hier war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Abgesehen von kleinen durch den Algorithmus und der Übertragung via USB verursachten Verzögerungen – die hauptsächlich bei der Mausbedienung und wenig Bildaktualisierungen auftreten – ist das Bild sehr flüssig und scharf. Im Vergleich zum Anschluss an der Grafikkarte ist mir aufgefallen, dass das Bild etwas kontrastärmer dargestellt wird – was jedoch völlig im Normalbereich liegt.

Dadurch, dass nur der Inhalt des Bildschirms komprimiert via USB übertragen wird, ist es sogar möglich Spiele über den Anschluss zu spielen – sofern einen die minimalen Verzögerungen nicht stören. Die eigentliche Grafikberechnung bleibt weiterhin die Aufgabe der internen Grafikkarte des jeweiligen Computers.

 

Kopfhörer-/Mikrofonanschluss:
Beide Anschlüsse funktionieren und liefern eine vernünftige Tonqualität. Leider war es mir mittels fehlendem Mikrofon nicht möglich den Eingang gründlicher zu testen. Ich habe lediglich ein Line-In-Signal testen können, weshalb ich über die Qualität und den Pegel der Mikrofonverstärkung nicht berichten kann.

 

Netzwerk:
Nun zum Gigabit LAN-Anschluss. Hier hatte ich meine größten Zweifel, was die Geschwindigkeit angeht, da man nicht vergessen darf, dass das Transportmedium ein USB-Anschluss ist. Rein von der Bandbreite her, sollte der USB 3.0 Standard, jedoch kein Hindernis darstellen – und das tut er auch nicht.
Folgende Messergebnisse sprechen für sich:

  1. Dateikopie (5GB) Windows-Freigabe -> Testgerät (Download): ~ 96 Mbit/s
  2. Dateikopie (5GB) Testgerät -> Windows-Freigabe (Upload): ~ 98 Mbit/s
  3. Kopie auf Netzwerkebene (1 Kopierprozess, Download): ~ 440 Mbit/s
  4. Kopie auf Netzwerkebene (1 Kopierprozess, Upload): ~ 520 Mbit/s
  5. Kopie auf Netzwerkebene (10 Kopierprozesse, Download): ~ 920 Mbit/s
  6. Kopie auf Netzwerkebene (10 Kopierprozesse, Upload): ~ 820 Mbit/s

Die Messergebnisse sind Netto-Datenraten und werden natürlich ebenfalls durch den zweiten Endpunkt beeinflusst. Zudem sind die Datenrate bei der Dateikopie durch den Datendurchsatz der Festplatten auf den Testsystemen limitiert.
Alles in allem aber sehr ansehnliche Werte für eine USB-Dockingstation.

 

LEDs:
Es gibt auf der Vorderseite zwei LEDs (blau & grün). Die blaue LED signalisiert die Funktion des Docks (Stromzufuhr), die grüne die Verbindung zum Computer via
USB 3.0 Host-Anschluss.

 

weitere Punkte (die mir beim Test aufgefallen sind):

  • Die Verpackung ist simpel zu öffnen und man gelangt schnell an den Inhalt – Optisch finde ich, ist sie leider kein Eyecatcher. Hier hätte man auf ein etwas schlichteres zeitloseres Design setzen können. Besonders farblich spricht die Verpackung meiner Meinung nach nicht die Zielgruppe an – Rosa ist eher feminin.
  • Was mir persönlich fehlt ist ein „Netzschalter“ am Gerät selbst.
    Ausschalten ist leider nur mit dem Trennen der Stromversorgung möglich.
  • Verbesserungsbedarf besteht auch beim Netzteil.
    Wie auf den Bildern gut zu erkennen ist, kommt das Netzteil mit einem direkten aufsteckbaren Stromstecker – was für den Betrieb in unterschiedlichen Ländern auch sehr von Vorteil ist. Jedoch stellt der direkte Stecker am Netzteil – bedingt durch die Netzteilgröße – schnell eine Hürde dar, wenn man dieses an Mehrfachsteckdosen anschließen möchte, da hierdurch weitere Anschlüsse blockiert werden. Hier ist eine separate Stromzuführung mittels Kabel wünschenswert.
  • Das USB-Kabel könnte länger sein
    Setzt man das Gerät stationär ein stellt sich schnell heraus, dass das mitgelieferte USB-Kabel (Länge: 1m) doch recht schnell zu kurz ist.
    Hier hätte ich mir ein bis zwei Meter mehr gewünscht – vermutlich ist die Länge für eine gute Übertragungsqualität von DisplayLink ausgelegt.

 

Fazit:
Wer eine solide, optisch schöne,umfangreiche und funktionelle Dockingstation sucht, die auch noch Plug&Play ohne Kompromisse beherrscht, der ist mit der ICY BOX
IB-DK2241AC bestens aufgehoben.

Das Gerät besticht durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und ist gleichzeitig sehr kompakt und portabel. Gerade Besitzer von Ultrabooks ohne entsprechende Anschlüsse, sollten über den Kauf der ICY BOX als Anschlusserweiterung nachdenken.

Sieht man von ein paar kleinen Verbesserungsmöglichkeiten, welche die Funktionalität keinesfalls beeinträchtigen, ab, kann man abschließend sagen dass Raidsonic mit der
ICY BOX IB-DK2241AC ein klasse Gerät zu einem guten Preis (UVP: 95 €) anbietet.

 

Lieferumfang:

  • ICY BOX IB-DK2241AC
  • Standfuß für eine vertikalen Aufstellung
  • Netzteil mit zwei Steckern (Eurostecker & Commonwealth-Stecker)
  • USB 3.0 Anschlusskabel
  • DVI zu VGA-Adapter
  • Bedienungsanleitung
  • Installations-CD

 

Bilder: